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WM 2010 - ein Highlight

  • Veranstaltung

Bereits im Frühjahr hatten wir uns Karten für das Finale der Männer im Trap zu den 50. ISSF Weltmeisterschaften in München gesichert. Am 03.08. ging es dann zu dritt los nach München. Nach einer Stärkung auf dem Olympiagelände ging es auf einen Rundgang über die Anlage. Wir konnten uns von dem auf Weltniveau vorhandenen Möglichkeiten für alle Schützendisziplinen überzeugen. Ob die Hallen für die Luftdruckdisziplinen und die Laufende Scheibe oder dem KK-Stand, alles erste Sahne. Besonders begeisterte uns als Flintenschützen natürlich die Trap- und Skeetanlage. Hier sind für die Schützen und Zuschauer wahrlich beste Bedingungen geschaffen worden.
Nach einem Spaziergang durch die zahlreichen Stände der verschiedendsten Anbieter für alles, was ein Sportschütze braucht - oder auch nicht braucht, suchten wir uns rechtzeitig die Plätze auf der Tribüne für das Finale. Es war uns zu diesem Zeitpunkt gelungen, Plätze zu finden, auf denen noch keine Reservierungen für VIP's vorhanden waren. Das Stechen um den Einzug ins Finale haben wir allerdings nur aus einer größeren Entfernung auf einem der Nebenstände verfolgen können, aber wir waren ja zum Finale hier und das wollten wir sehen. Leider konnte sich Karsten Bindrich nicht qualifizieren. Ihn hätten nicht nur wir natürlich gern im Finale gesehen.
Nach der Vorstellung der Finalisten und der Aufreihung ihrer bisherigen Erfolge ging es ohne Zeitverzug auch los. Es war ein außerordendlich spannender Wettkampf mit einem überraschendem Ausgang. Weltmeister wurde nämlich der erst durch das Stechen und das schlechteste Vorergebnis aufweisende Spanier Alberto Fernandez. Er, der gleichzeitig der amtierende Europameister ist, begeisterte die Zuschauer mit seinem spektakulär schnellen Schießstil und wurde nach unserer Meinung verdienter Weltmeister. Den 2. Platz erkämpfte sich im Stechen der Olympiasieger von Athen Alexey Alipow (RUS) vor dem Tschechen Jiri Liptak. Beide waren nur eine Scheibe schlechter als der neue Weltmeister. Wir nahmen natürlich auch noch die Siegerehrung mit und machten uns dann wieder auf den Heimweg.
Einig waren wir uns schließlich darüber, dass es ein Skandal ist, dass solch ein sportliches Großereignis in der Berichterstattung der Medien eigentlich völlig ignoriert, ja nahezu durch Missachtung gestraft wird. Das haben die Sportschützen und der Veranstalter nicht verdient. Die letzte WM fand 1986 in Suhl auf deutschem Boden statt. Der 50. ISSF Weltmeisterschaft hätte auch aus diesem Grund wahrlich mehr Beachtung und Aufmerksamkeit in den Medien geschenkt werden sollen.