Das war der vorweggenommene absolute Höhepunkt des Jahres.
Vom 22.05. bis 25.05. fanden die diesjährigen Europameisterschaften der FITASC im Parcoursschießen in Most (Tschechei) statt. Und es hatten sich 4 Sportschützen aus unserem Verein aufgrund der Nähe in Verbindung mit der kurzen Anfahrt entschieden, dabei zu sein. Nach den erfolgreichen Formalitäten im November letzten Jahres machten sich Wolfgang, Axel, Ralph und Frank am 21.05. auf den Weg nach Most.
Nach dem Treffen auf dem Gelände des dortigen Hippodroms versammelten sich dann alle zur Eröffnungsprozedur auf der Tribüne der Pferderennbahn. Nach der offiziellen Eröffnung konnten wir nach einigen Organisationsproblemen unsere Startnummern in Empfang nehmen. Anschließend konnte man sich an einem kleinen, aber reichlichen Buffet für den folgenden Tag stärken. Neben Wasser war auch für die bierverwöhnten Kehlen ausreichend gesorgt. Und wir haben bereits dort einige Bekannte treffen können, die wir aus vergangenen Wettkämpfen in Deutschland kannten. Ein toller Auftakt.
Wir hatten uns am ersten Wettkampftag für den Nachmittag angemeldet. Das hat auch gut geklappt. Wie überhaupt den Organisatoren ein großes Lob ausgesprochen werden muss. Wie so eine EM mit über 700 Teilnehmern relativ reibungslos durchgeführt werden kann – großer Respekt. Für uns waren die Modalitäten natürlich alle Neuland. An jedem der 4 Wettbewerbstage waren auf jeweils zwei Linien mit je 4 Ständen 50 Wurfscheiben zu beschießen. Die Stände waren mittels Buslinien zu erreichen. Jedoch mussten die Entfernungen zwischen den einzelnen Ständen z.T. mit erheblichen Fußmärschen absolviert werden. Aber das hat alle Schützen gleich betroffen. Man muss eben auch als Parcoursschütze gut zu Fuß sein. Zum Glück hatte das Wetter uns nur am 1. und 4. Tag mit kleinen Niederschlägen kurzzeitig überrascht, die dem Spaßfaktor jedoch nicht abträglich waren.
Nach der Ankunft an den Stände durfte kein Teilnehmer vor dem Betreten des jeweiligen Schützenstandes die Wurfrichtungen der geworfenen Scheiben erkennen. In unterschiedlicher Entfernung zu den Ständen waren sogenannte „Waiting points“ eingerichtet, an denen auf den Aufruf der Referees gewartet werden musste. Damit waren für alle Teilnehmer die gleichen Bedingungen zum Beschießen der Scheiben gegeben. Hier hatten natürlich diejenigen, die an vergangenen EM oder auch WM auf diesem hohen Niveau bereits teilgenommen hatten, einen kleinen Vorteil. Sie zeigten sich vom hohen Schwierigkeitsgrad der zu beschießenden Wurfscheiben nur selten überrascht bzw. beeindruckt. Für unsere Parcoursschützen waren die Vielzahl der Möglichkeiten und Varianten z.B. für Doubletten sowie vor allem die z.T. großen Entfernungen der geworfenen Tauben absolutes Neuland und sehr gewöhnungsbedürftig. Wie man Wurfscheiben in Entfernungen von 70, 80 und mehr Metern noch zu Staub zerlegen kann, bleibt wohl das Geheimnis der besten europäischen Parcoursschützen. Die höchste Trefferzahl des gesamten Starterfeldes konnte James Attwood aus England mit 193 von 200 Tauben erreichen und die Glückwünsche zum Euromameistertitel 2025 empfangen. Entsprechend bescheiden sind dagegen die erzielten Trefferzahlen unserer Teilnehmer einzuordnen - Frank mit 83, Wolfgang mit 93, Axel mit 99 und Ralph mit 117 Treffern. Obwohl damit keiner unserer Starter seine Vorab-Zielstellung erreichen konnte, tat das dem Spaß am Parcoursschießen keinen Abbruch.Die Ergebnisse können auf www.fitasc.com eingesehen werden.
Alle unsere Teilnehmer waren in internationale Rotten integriert. Bis auf die Rotten von Ralph und Axel waren die Gruppen toll zusammengestellt und hatten alle Freude und Spaß am Wettkampf. Jede Runde wurde abgeklatscht, ob nun eine volle oder geringere Trefferzahl erzielt worden war. Das war für uns Neulinge natürlich auch eine tolle Erfahrung. Die Abende nach den Wettkämpfen verbrachten wir in unseren Unterkünften bei schmackhaften tschechischen Bier und Essen. Dabei konnten wir die sprichwörtliche gute tschechische Gastlichkeit erleben.
Abschließend bleibt festzustellen, dass es tolle Tage für uns waren. Diese Erfahrungen möchte keiner von uns missen. Wann und wo könnten wir denn sonst noch mit den besten Parcoursschützen Europas in einer Rotte gemeinsam schießen. Einfach toll, dass wir uns für die Teilnahme an der EM in Most entschieden haben.






