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Vereinsfahrt nach Rathen

| Veranstaltung 

Am Morgen des 26.August saßen die 48 Teilnehmer an unserer diesjährigen Vereinsfahrt im Reisebus nach Dresden. Trotz der unangenehmen Vorhersagen der Wetterfrösche waren alle gut gelaunt und in Erwartung eines schönen Wochenendtrips. Nach der Bestückung des Busses mit frischen Brot und Brötchen sowie mit Hausgeschlachtetem ging es dann los in Richtung Autobahn.
Gleich nach Auffahrt wurde die erste Raststätte für unser rustikales Frühstück angesteuert, weil sich Richtung Süden bereits dunkle Wolken am Horizont zeigten. Schnell waren die Biertischgarnituren aufgestellt und reichlich gedeckt. Nach einer knappen Stunde waren alle Spuren wieder beseitigt und alle Hungergefühle gestillt. Weiter ging’s nach Dresden.
Das Wetter hielt ... und war besser als angekündigt.

Gegen 11.15 Uhr nahmen wir unter der Karolabrücke in Dresden unsere Stadtführerin auf, die uns in den folgenden 2 Stunden mit den Sehenswürdigkeiten der schönen Stadt bekannt machte. Sie zeigte uns u.a. die Altstadt und die „alte“ Neustadt. Wir fuhren über das „Blaue Wunder“ und machten einen Fotostop an den Elbwiesen mit Blick auf die gegenüberliegenden Schlösser und Herrensitze.
Das Wetter hielt ... und war besser als angekündigt.

Anschließend begaben wir uns in das gebuchte Hotel nach Pirna. Hier wurden nur kurz die Zimmer aufgeteilt, die Koffer abgestellt und die regensichere Kleidung für den geplanten abendlichen Besuch in der Felsenbühne Rathen gepackt. Gegen 14.45 Uhr machten wir uns mit dem Bus auf den Weg zur Anlegestelle in Pirna. Die Zeit war so bemessen, dass wir hier am Ufer der Elbe noch Kaffee und Kuchen zu uns nehmen konnten. Der Kuchen war wie jedes Jahr wieder von einigen Frauen selbst gebacken worden. Um 16.10 Uhr bestiegen wir den Raddampfer „Pillnitz“ und machten uns gemeinsam auf den Weg in den Kurort Rathen.     

Das Wetter hielt ... und war immer noch besser als angekündigt.

Nach einem Zwischenstopp in Wehlen, dann vorbei an der Bastei, die sich in schwindelerregender Höhe über der Elbe zeigte, steuerten wir auf Rathen zu. An einigen Stellen waren Marken zu erkennen, die an den Wasserstand des Jahrhunderthochwassers in dieser Region erinnerten. Für uns war es unvorstellbar, wie schwer die Bewohner davon betroffen waren. Inzwischen sind wohl die meisten Gebäude wieder hergerichtet, aber vereinzelt waren auch noch Ruinen zu sehen.

Mit der Ankunft im Kurort Rathen schlug das Wetter um ... in etwa so wie angekündigt. Aber wir waren darauf vorbereitet und so traf es keinen von uns wirklich überraschend. Wir schauten uns noch ein wenig um und begaben uns dann auf den Weg in die Felsenbühne. Pünktlich zu 19.00 Uhr hatten wir unsere Plätze eingenommen und die Overtüre zur romantische Oper „Der Freischütz“ erklang aus dem Orchestergraben. Die Freilichtbühne ist eingebettet in die Felsen des Elbsandsteingebirges und macht einen imposanten Eindruck. Unsere Plätze waren so gewählt, dass kaum die mitgebrachten Ferngläser ausgepackt werden brauchten. Aber als gerade die ersten Mitwirkenden die Bühne betreten hatten und der erste Gesang zu vernehmen war, ergoss sich ein wolkenbruchartiger Regenschauer über die Felsenbühne. Die Vorstellung musste unterbrochen werden. Trotz einiger Wassereinbrüche in die Kleidung war die Stimmung überwiegend entspannt. Das kann eben mal passieren in einer Freilichtbühne. Aber alle trugen es mit Fassung. Kaum ein Zuschauer hat seinen Platz deswegen frei gemacht. Wir harrten gemeinsam den Dingen, die dann folgen sollten. Nach wohl ca. 20 bis 25 Minuten Unterbrechung wurde die Aufführung dann ohne weitere Regenunterbrechung zu Ende gespielt. Obwohl wir alle keine ausgesprochenen Opernfans waren, hat uns die Vorstellung sehr gefallen. Des öfteren gab es Szenenapplaus und am Ende wurden die Akteure auch mit viel Beifall belohnt.

Nach der Aufführung mussten wir die Elbe mit einer Fähre überqueren, um zum Busparkplatz auf der anderen Seite zu gelangen. Auf der Heimfahrt schmiedeten wir verschiedene Pläne für einen schönen Abschluss des Abends. Da es uns im Hotel verwehrt worden war, noch einen kleinen Schlaftrunk einzunehmen, wurde eine improvisierte Treppenparty angezettelt. Unser Bus beherbergte schließlich ein gut gefülltes Lager mit den unterschiedlichsten Getränken. Schnell hatten sich diejenigen eingefunden, die noch ein wenig Zusammensitzen und dabei einen Schlaftrunk einnehmen wollten. Andere haben sich zur verdienten Nachtruhe verabschiedet. Es gab jedenfalls noch jede Menge Spaß ehe die letzten dann zu Bett gingen.

Am nächsten Morgen ging es nach einem kräftigen Frühstück in Richtung Festung Königstein. Hier wurden wir von einem bestellten Festungsführer gegen 11 Uhr empfangen. Er hat es mit seiner Führung verstanden, uns in den Bann der alten Festungszeiten zu ziehen, indem er uns aus dem Alltag der einstigen Festungsbewohner berichtete. Besonders beeindruckt waren wir von der Tatsache, die Festung mit 700 Einwohnern in der Lage war, einer Belagerung anderthalb Jahre als Selbstversorger standzuhalten. Auch zu den funktionalen Gebäuden und deren Nutzung machte er interessante Ausführungen. Aufgrund der angenehm lockeren Art und Weise unseres Festungsführers hatten sich unserer Gruppe inzwischen bereits einige fremde Gäste angeschlossen. Den Abschluss bildete die Besichtigung des Friedrichssaales, der wohl nicht immer für die Besucher geöffnet wird. Hier konnten wir uns davon überzeugen, dass man es bereits unter der Herrschaft August des Starken verstand, in ansprechendem Ambiente seine Feierlichkeiten abzuwickeln. Von diesem Punkt eröffnet sich zudem ein herrlicher Rundblick auf die Umgebung der Festung und die Elblandschaft. Alle waren von der Führung begeistert und hatten anschließend noch die Möglichkeit, die ein oder andere Sehenswürdigkeit individuell zu erkunden.

Nach der gewohnt rustikalen Einnahme der Mittagsmahlzeit machten wir uns dann auf den Heimweg. Gegen 18 Uhr trafen wir wieder in der Heimat ein. Alle waren wohl ein wenig geschafft, aber der einhellige Meinung der Teilnehmer war, dass es eine schöne und erlebnisreiche Fahrt gewesen sei. Die meisten wollen im nächsten Jahr wieder teilnehmen.

Bilder von der Vereinsfahrt

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