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Waren mit Nationalpark Müritz und Neubrandenburg

Am Sonnabendmorgen des 17. August machten sich 46 Leute, Vereinsmitglieder und Gäste, einschl. des Busfahrers auf den Weg in Richtung Meck-Pomm. In diesem Jahr war nicht ein Platz frei geblieben. Die Frühstückspause legten wir auf dem Rasthof Walsleben ein. Ein paar Regentropfen trübten jedoch weder die Stimmung noch den Appetit der Teilnehmer.  Nach einer knappen Stunde ging es dann weiter nach Waren/ Müritz. Hier wurden wir bereits zu einer Führung durch das Müritzeum erwartet. Wir waren begeistert von dem Objekt, dass viele Informationen interressant aufbereitet bot. Die Führerinnen ergänzten dies durch eine Vielzahl von Wissenswertem zur Region Nationalpark Müritz. Den Abschluss bildete ein Rundgang durch die Aquarien mit einem Einblick in die Welt der Fische und Krebse der Müritz. Das Müritzeum ist insgesamt ein sehenswertes Objekt für Jung und Alt.
Am Bus erwartete uns Wolfgang bereits mit einem kleinen Würstchen-Imbiss zur Stärkung für den nächsten Programmpunkt. Dazu begaben wir uns in den Warener Yachthafen zu einer 1,5-stündigen Rundfahrt auf der Müritz und einem Teil der Seitenarme. Das Wetter hat sich gut gehalten, so dass die meisten einen Platz auf dem Oberdeck bevorzugten. Die „steife Brise“ wurde nicht als störend empfunden. Viele nutzten den Aufenthalt auch für ein Bierchen, ein Fischbrötchen oder einen Eisbecher.
Anschließend ging es zurück zum Bus und ins Nationalparkhotel "Kranichrast". Hier hatten wir den Anfahrtsweg allerdings ein wenig unterschätzt. Der schmale Pfad und ein doch recht erstaunlicher „Verkehr“ ließen uns erst gegen 16.40 Uhr dort eintreffen. Nun war Eile geboten, da wir das Abendessen ab 17 Uhr einnehmen wollten. Das Tagesprogramm war ja schließlich noch nicht abgeschlossen.
Nachdem sich das Küchen- und Serviceteam der Kranichrast ordentlich ins Zeug gelegt hatte, konnten wir uns bereits gegen 18.15 Uhr gestärkt auf den Weg zur Freilichtbühne zurück nach Waren machen. Hier erwartete uns um 19.30 Uhr die Aufführung der „Müritzsaga 2019 - Ratsherr, Rächer und Rebell“. Es war bereits die 14. Folge dieser Reihe. Nachdem Wolfgang einen günstigen Parkplatz für den Bus gefunden hatte, blieb dann sogar noch  die Zeit für eine Erfrischung auf dem Festgelände. Es war eine tolle Anlage mit sehr guter Versorgung. Die Freilichtbühne ist sehr schön im Grünen angelegt und das Bühnenbild sehenswert gestaltet. Nachdem wir unsere Plätze in den ersten drei Reihen, also beste Sicht garantiert, eingenommen hatten, ging es los. Schauspieler, Laiendarsteller, Stuntmans und Pferde gaben ihr Bestes. Es kam gut beim Publikum an. Auch wir waren am Ende begeistert vom gesamten Darstellerteam. Teilweise gab es Szenenapplaus. Zum Abschluss erhielten die einzelnen Darsteller nochmals ihren verdienten Applaus. Eine durchaus gelungene Aufführung.
Danach ging es dann zurück zum Hotel in die wohlverdiente Ruhe. Einige nahmen noch einen kleinen Schlaftrunk bevor sie sich auf ihre Zimmer zurückgezogen haben.
Am Sonntagmorgen machten wir uns nach dem Frühstück auf den Weg nach Neubrandenburg. Vorher machten wir noch das obligatorische Gruppenfoto im Hof des Hotels. An dieser Stelle nochmals ein besonderes Dankeschön an die Mitarbeiter mit Frau Dworatzek an der Spitze, die uns einen angenehmen und gut in Erinnerung bleibenden Aufenthalt geboten haben. Das Essen war schmackhaft, beim Frühstück hat es an Nichts gefehlt, der Service war freundlich und schnell sowie die Zimmer sauber und wohnlich. Die paradiesische Lage an einer Waldlichtung garantiert zudem absolute Ruhe in der „Kranichrast“ für jeden, der diese sucht.
In Neubrandenburg wurden wir dann von den zwei Stadtführerinnen bereits erwartet. Anschließend machten wir uns in zwei Gruppen auf zur Besichtigung der Stadt, die bereits im Jahr 1248 erstmals urkundlich erwähnt worden war. Von der bewegten Zeit im Mittelalter sind die einstige 7 Meter hohe Stadtmauer und die 4 Stadttore noch erhalten. Das Stargarder Tor haben wir uns im Rahmen der Führung näher angesehen. Schön waren auch die in die Stadtmauer integrierten sogenannten Wiekhäuser.
Besonders erwähnenswert ist auch die kulturelle Szene in der Stadt. Neben einem Schauspielhaus nimmt dabei die Konzertkirche, die ehem. Marienkirche, eine besondere Stellung ein. Die Umgestaltung des Innenraumes im Rahmen eines Architekturwettbewerbes brachte dem finnischen Architekten Pekka Salminen den 2. Preis in einem Weltarchitekturwettbewerb ein. Und das mit Recht. Davon konnten wir uns bei der Besichtigung überzeugen. Der Saal zeichnet sich besonders durch seine exzellente Akustik aus. Die Orgel, die von Fa. Schuke aus Potsdam erbaut worden ist, fügt sich sehenswert in die Architektur des Saales ein. Das Objekt wird regelmäßig für Konzerte von Rock bis Klassik genutzt, die immer ein besonderes Erlebnis für die Gäste sind.
Nach der Stadtführung blieb noch etwas Zeit, die von vielen für den Besuch des Eiskaffees in der Turmstraße, der Einkaufspassage von Neubrandenburg, genutzt worden ist. Nur gut, dass die Geschäfte am Sonntag geschlossen hatten! Sonst wären einige sicherlich nicht wieder so schnell am Bus eingetroffen. Hier erwarteten uns Wolfgang und Jens bereits mit den letzten heißen Wienern. Pünktlich um 14 Uhr machten wir uns dann auf die Heimfahrt.  
Auf dem Tank- und Rasthof Seeberg West legten wir den letzten Halt ein, um das restliche Essen noch zu verspeisen. Trotz eines enorm hohen Einsatzes der Teilnehmer gelang es jedoch nicht, alle Vorräte zu verputzen.
Das Wetter war eigentlich während des gesamten Ausfluges zum Glück immer auf unserer Seite – zur Schiffstour auf der Müritz, in der Freilichtbühne und beim Stadtrundgang. Auf der B 101, kurz vor dem heimatlichen Ziel aber, erfuhren wir, wie es hätte auch kommen können. Ein ergiebiger Regen zwang Wolfgang die Geschwindigkeit unseres Busses stark zu drosseln. Aber jetzt war es uns ja egal. Viele dachten da bereits wieder an ihren heimischen Garten in der Hoffnung, dass dieser auch ein paar Tropfen abbekommen hat.
Wir denken, dass es allen wieder gefallen hat und sehen uns hoffentlich in 2020 gesund wieder.