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Vereinsfahrt ins Zittauer Gebirge

Am frühen Morgen des 24. Juli ging es los. Mit dem Wetter wurde zwar ein wenig gehadert, aber die Stimmung und Vorfreude auf ein schönes gemeinsames Wochenende waren doch sehr gut. Nach dem Frühstück auf dem Parkplatz des Autobahnrasthofes Freienhufen ging es direkt nach Oybin ins Zittauer Gebirge in unsere Unterkunft, dem Hotel Gasthaus Cafe Meier. Den Besuch des gusseisernen König Friedrich - August - Turmes in Löbau mussten wir aus Zeitgründen leider ausfallen lassen. Die Sicht war durch die regnerische Witterung ohnehin stark getrübt. In Oybin besuchten wir gemeinsam die Vorstellung der Ritterspiele auf der Naturbühne direkt im Ort. Leider war die Veranstaltung nicht übermäßig besucht. Das Spektakel hätte mehr Zuspruch verdient. Viele Gäste ließen sich wahrscheinlich durch das regnerische Wetter abhalten. Wir nicht, und dafür wurden wir mit einer temperamentvollen und kurzweiligen Vorstellung der Akteure und Stuntleute belohnt.
Anschließend sahen wir uns dann noch den beschaulichen kleinen Ort an. Einige nutzten die Zeit für den Aufstieg auf den Berg Oybin, andere ließen sich mit dem "Gebirgsexpress" durch den Ort schaukeln.
Um 18 Uhr nahmen wir die Plätze für das abendliche Menue im Gasthof Cafe Meier ein. Nach der Begrüßung durch die Chefin mit einem beerigen Obstbrand wurden eine Vorsuppe und ein schmackhafter Krustenbraten mit Klößen serviert. Zu Abschluss wurde noch ein leckerer Nachtisch gereicht. Ich denke, dass es allen sehr gut geschmeckt hat.
Die meisten nutzten den angebrochenen Abend noch zu einem Verdauungsspaziergang, einige auch zur direkten Einkehr in eines der zahlreichen Gasthäuser. Ein besonderes Ereignis wurde an diesem Abend noch auf dem Friedhof und in der Kirchenruine des Klosterhofes auf dem Berg Oybin angeboten. Hier fand der Mönchszug der Cölestinermönche in der Klosterruine des Oxbin statt. Dieses einmalige Angebot nutzten die Härtesten von uns zu einem zweiten Aufstieg und wurden nicht enttäuscht. In der mit Fackeln beleuchteten Kirchenruine wurde ein hochkarätiges Chorkonzert in einer imposanten Kulisse dargeboten, dass die anwesenden Gäste, ob jung oder alt, wohl gleichermaßen begeisterte. Nach einem gefährlichen Abstieg (ohne Beleuchtung der Wegstrecke) kamen wir zum Glück unverletzt wieder im Ort an und nutzten den Burgkeller zur Einnahme eines kleinen "Betthupfers".
Am Sonntag ging es gestärkt durch das Frühstücksbuffet im Hotel auf nach Eibau. Hier war im Faktorenhof "Zur alten Scheune" eine Führung mit anschließender kleiner Verkostung des in der ortsansässigen Brauerei hergestellten Schwarzbieres und Porters vereinbart. Das Gebäude ist mit viel Engagement und Geld aus einer Ruine wieder hergestellt worden und zählt inzwischen zu einem der touristischen Anziehungspunkte Eibaus. Natürlich schwang da bei der Führung auch das Heimatgefühl und der Stolz der Oberlausitzer mit. Dieser interessante Vormittag wurde dann mit der Verkostung einiger Erzeugnisse der schwarzen Braukunst würdig abgeschlossen. Ein himmlisches Getränk - war die einhellige Meinung in der Gruppe.
Danach mussten wir uns sputen, denn in Bautzen warteten bereits zwei Stadtführer auf uns. Sie machten uns dann, nach der Aufteilung in zwei Gruppen, mit der wechselvollen Geschichte der Stadt Bautzen und den Sehenswürdigkeiten der mittelalterlichen und hervorragend wieder hergestellten Altstadt vertraut. Diese Führung wird beiden Gruppen wohl in guter Erinnerung bleiben. Und dies nicht nur wegen der zahlreichen interessanten Bauwerke sondern natütrlich auch aufgrund der lebhaften und lockeren Führung durch die beiden Stadtführer. Sie berichteten uns während des Spazierganges durch die Altsstadt u.a. von zahlreichen Anekdoten, Begebenheiten und Kuriositäten aus der alten und jungen Geschichte der Stadt.
Gegen 15.30 Uhr trafen wir uns alle wieder pünktlich an unserem Bus. Nach Verzehr der letzten Reserven an Ess- und Trinkbarem machten wir uns gestärkt und mit vielen bleibenden Eindrücken einer schönen Wochenendtour auf den Heimweg.
Ein besonderer Dank soll an dieser Stelle nochmals an die "Backfrauen" gehen. Alle Kuchen, die ohne Ausnahme sehr gut geschmeckt haben, sind letztlich restlos alle geworden. Und natürlich für die Vorbereitung und Organisation und nicht zuletzt für die sichere Fahrt geht noch ein Dank an Wolfgang.
f.p.

Bilder von der Vereinsfahrt 2010 ins Zittauer Gebirge